Cooperation - Ein dynamischer TREND auf ERFOLGS-Kurs!

"SmartCoop" - heißt "intelligent cooperieren". Das bringt sofort die Frage auf: "Gibt es auch Cooperation, die nicht "intelligent" ist. Bewusst auf "Intelligenz" beim Cooperieren zu verzichten, wäre wohl "Un-Sinn". Aber "unbewusst" - so stellen wir oftmals fest - werden wichtige Elemente schlichtweg vergessen. Und: Oft sind es genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidende) WirKraft bezeichnen könnte. Wir nennen dies die "WirKraft-Werke"". Dazu gehören z.B. Vertrauen - TeamGeist -Partizipation - Kommunikation - Zielklarheit - Nachhaltigkeit - SelbstVerantwortung - Faszination ... Man kann dazu durchaus sagen, dass es sich um WERTE handelt, die MENSCHEN lieben ...
Zum Thema SmartCoop und WirKraft-Werke informiert auch die Homepage des MMW Bundesverbandes der Cooperationswirtschaft e.V.

2018-07-18

ICO - SmartCoop zur Genossenschafts-Finanzierung?

Presseveröffentlichung




Genossenschaften benötigen Finanzierungs-Innovationen

Sind dafür auch „ICOs“ in Kooperation denkbar und machbar?

Wer heute in Genossenschaft ein oder mehrere überzeugende Projekte realisieren will, steht vor der schier unlösbaren Frage, woher die Mittel dafür nehmen? Der MMW Bundesverband ist genau dieser Frage nachgegangen und konnte schnell feststellen: Neben Ratlosigkeit, bekam man lediglich zu hören, was und warum alles nicht geht. Sinnvolle Antworten blieb man schuldig.
Man macht es sich zu leicht, in den Etagen der Politik, einerseits das „Loblied“ pro Genossenschaften einzustimmen und andererseits – eher überrascht – zu tun, wenn man auf die möglichen Ursachen zu sprechen kommt, weshalb lediglich 0,2% der Genossenschaften dem Mittelstand zuzurechnen sind. Und wenn man dann noch die Frage aufwirft, wo die Ideen bleiben, um aus „Reden die Taten“ entstehen zu lassen und ob es dazu Ansprechpartner in Ministerien oder Parteien gibt, dann kann man allenfalls erwarten, dass man „Good will“ erfährt, aber keine konkreten Konzepte bestehen.

Da ist die Frage mehr als angebracht, ob man unter „Genossenschafts-Sektor“ lediglich kleine „Inseln“ versteht, oder ob man ob man bereit ist, Genossenschaften mindestens gleiche Chancen einzuräumen, um Innovationen in Erscheinung treten zu lassen, die Menschen wollen und an denen sie teilhaben möchten, weil sie über Nutzen und Sinn mitentscheiden wollen.

MMW hat – in Verbindung mit Experten unterschiedlichster Professionen und Erfahrungen – genau diese Fragen in einem Hearing ausgewertet und nach Lösungen gesucht, ob und wie Möglichkeiten bestehen, aktuell etwas zu bewegen oder ob man erste wiederum Jahre warten müsse, bis sich etwas in Richtung positiver Signale für interessante Genossenschaft-Projekt-Finanzierungen bewegen lässt.

Von besonderem Interesse war auch der Frage nachzugehen, welche Vorteile derzeitig ein Unternehmen hat, das nicht kooperativ ausgerichtet ist, sondern in den bekannten Rechtsformen einer GmbH oder AG eine größere Innovation – sozusagen im „Konkurrenz-Sektor“ unternehmerisch in Erscheinung bringen will.

Neben den eher fach- und sachbezogenen Fragen, wurden auch Fragen einbezogen, die man durchaus als politisch oder gesellschaftspolitisch für relevant halten könnte, wenn Projekte zur Finanzierung im „Komkurrenz-Sektor“ anstehen.
Dazu einige der wichtigsten gestellten Fragen:

A.   Woher kommen die Fördermittel (die eigentlichen Geldgeber)?
B.   Was geschieht mit dem Mehrwert, der sich aus solchen „Steuermittel-Finanzierungen“ ergeben?
C.   Was geschieht, wenn die Mittel nicht zu dem erhofften Erfolg führen, sozusagen „in Sand gesetzt“ werden?
D.   Wer beurteilt die Folgewirkungen der eingesetzter Mittel in Hinblick auf deren Auswirkungen und Förderlichkeit für Menschen und Gesellschaft?
E.   Werden besondere Anforderungen an die Antragsteller gestellt, die sich auf die Menschen beziehen, die für den oder die Antragsteller tätig werden?

Man kann sich des „Gefühls“ nicht ganz entziehen – so fasste einer der Wirtschaftswissenschaftler das Ergebnis zusammen – dass man seitens der Politik solche Fragen gern ausblendet, weil es einfach keine anderen „Angebote“ gibt. Es gibt keine Genossenschaften oder andere Kooperations-Unternehmen, die überhaupt Zugang zu solchen Programmen haben. Und weil das so ist, können solche – wichtigen Fragen – einfach schlichtweg nur ausgeklammert werden.

Zusammengefasst – so die Hearings-Teilnehmer - kann wohl gesagt werden:

a.    Alle diese Mittel speisen sich letztlich aus Steuern.
b.    Wenn die Mittel nicht zur Wirkung kommen, d.h. „vernichtet“ werden, müssen sie „ausgebucht“ werden, sofern auch bestehende „Schuldversprechen“ der Antragsteller nicht einbringbar sind.
c.    Eine Art „Folgewirkungs-Beurteilung“ wird eher sekundär gemacht. Es reicht eigentlich aus, dass die Mittelverwendung in den Kontext der jeweiligen Programme passt. Es gibt keine direkte Möglichkeit des Mittelgebers auf die – meist erst später erkennbaren – konkreten unternehmerischen Entscheidungen.
d.   Auch gibt es keine – zumindest keine relevanten und dann auch korrigierbaren – Einflussmöglichkeiten des Mittelgebers auf soziale Folgen, wie z.B. „Rationalisierungs-Entlassungen“.
e.    Verkürzt kann gesagt werden: Gewinne werden subventioniert und Verluste werden sozialisiert.

Recht sicher kann wohl gesagt werden: Im „Spielfeld Konkurrenzwirtschaft“ findet Jahr für Jahr ein enormer Transfer von Steuermitteln der Allgemeinheit in Richtung Individual-Vermögen von Wenigen statt. Und recht sicher kann man wohl auch sagen, dass davon eigentlich zu wenig im Interesse der Allgemeinheit zur Wirkung kommt. 

Konfrontiert man Politiker im persönlichen Gespräch, so wird das durchaus bestätigt, aber mangels Alternativen, kaum eine Korrektur dieser Situation zu erwarten ist.

Also dienen Fördermittel-Vergabe – zwar unbewusst, aber faktisch - letztlich auch dazu, zu verhindern, dass sich ein Kooperationssektor entwickeln kann, solange beim Zugang zu solchen Fördermitteln keine „Zugangs-Gleichheit“ für Genossenschaften besteht.

Die Idee, den Genossenschafts-Sektor z.B. im Mittelstand mehr Gewicht zu geben, bleibt eine Illusion, solange nicht speziell für diesen Sektor Förderung entwickelt wird, die auch so etwas wie einen Nachteilsausgleich beinhalten sollte.

Was würde nun aber anders sein, sofern man den Genossenschafts-Sektor tatsächlich gleichbehandeln oder gar – vorübergehend – „privilegieren“ würde?

Die größere Anzahl der Teilhaber und die nach innen wirkenden Kontroll- und Fördermechanismen lassen es als durchaus möglich erscheinen, dass mehr Verantwortlichkeit im Interesse des Ganzen geschieht. Wer sich für eine Genossenschaft entscheidet, um wirklich innovative Projekte in Erscheinung zu bringen, lässt vermuten, dass er oder sie offen sind, auch gesellschaftlich negative  „Folgenbeurteilungen“ zu vermeiden.

Wir sehen also, dass es viel Sinn machen kann, den kooperativen Sektor gezielt zu befördern, weil dadurch sehr wohl Impulse auf das Thema „Gesamtverantwortung“ auszulösen sind, was wiederum ermöglicht, so etwas wie ein „Werte- und Verantwortungsbewusstsein“ in der Konkurrenzwirtschaft systematisch anzubahnen.

Was ungelöst bleibt, ist dass es sich letztlich bei Fördermitteln stets um Steuermittel handelt. Die „Mittelgeber“ – also die Steuerzahler – können keinen direkten Einfluss auf die „Mittelverwendung“ (oder auch „Mittelverschwendung“) nehmen. Das ist und bleibt indirekt über die Ebene der Verwaltung gesteuert.

Immer noch irgendwie unbefriedigend, aber durchaus in die richtige Richtung weisend.

Und was bitte, so die – durchaus ernst gemeinte Frage – des MMW-Vorstandes Gerd K. Schaumann – an die „Experten, wäre eine Art „Ideal-Lösung“?

Die Antwort der Experten war verblüffend einfach: Alle diese Voraussetzungen sind gegeben, wenn – auf kooperativer Basis – so etwas wie ein „Crowd-Prozess“ in Gang käme, denn „Schwarmfinanzierung“ beinhaltet Transparenz und jeder Teilnehmer entscheidet selbst, ob die Innovationen (Inhalte) seinen Interessen entsprechen. Die Verluste werden auch nicht „sozialisiert“ und die Gewinne nicht von wenigen „privatisiert“.

Und weil so etwas in Coop geschieht, ist es transparent und nachprüfbar, sofern es keine „Eintritt-Barrieren“ über zu hohe „Mindest-Zeichnungen“ gibt, was es unmöglich macht, dass jeder Mensch – gleich wie seine finanzielle Ausstattung ist – sich an diesen Projekten beteiligen könnte.

Eine besondere Form einer „Schwarm-Finanzierung“ ist ein ICO (Initial Coin Offering) und wird bisher lediglich von „Initiatoren“ genutzt, um ihre eigenen Unternehmen oder Projekte zu finanzieren. Zu Recht wird darauf verwiesen, dass Gelder, die in solche Angebote fließen recht hoch risikobehaftet sind.
Wenn jedoch die Teilnehmer selbst Einfluss auf und Kontrolle über den Einsatz und die Mittel ausüben könnten und an den Erträgen beteiligt wären, so die „Experten“, wäre das durchaus eine ideale Chance, um einen Kooperations- bzw. Genossenschafts-Sektor entstehen zu lassen, der auch zur Entstehung einer Coop-Mittelstandswirtschaft befähigt wäre.

Wird aus der konstatierten„ Krise und Kritik“ (wie oben aufgezeigt) in Richtung Mittelstandsgenossenschaften doch eher eine Lösung, vielleicht sogar eine sehr innovative?

Die Vertreter des – wohl weltweit – ersten „ICO“ in Coop-Form waren nicht nur gefragte Gesprächspartner der Experten, sondern erhielten auch für ihr innovatives Gesamtkonzept viel Zuspruch. Besonders die Idee, dass man sich bereits mit 1,00 Euro an dem Konzept beteiligen kann, war eine überzeugende Offerte, damit sich jeder Teilnehmer ein eigenes Urteil machen kann. (Für weitere Informationen siehe www.äequator.io)

Dem positiven Resümee der „Runde der Experten“ ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, so der MMW-Vorstand. Wir werden das Projekt „Aequator“ kritisch und konstruktiv begleiten, weil wir dringend innovative Projekte und Ideen in Deutschland benötigen, die mittels Genossenschaften umgesetzt werden können – trotz -  bestehender  Chancenungleichheit beim Thema Finanzierung. Jetzt haben die Bürger das Wort, selbst zu testen und zu votieren.

Verschiedene Teilnehmer erinnerten daran, dass vor 200 Jahren Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Genossenschaften als Problemlöser“ einer Notlage (Kreditwucher) erfolgreich entwickelte. Vielleicht kann es gelingen – wenn auch erst 200 Jahre später – Genossenschaften zu einem „allgemeineren Problemlöser“ für einen bedeutsamen „Kooperations-Sektor“ zu machen: „Coop-ICO“ ist nicht begrenzt auf die Lösung wirtschaftlicher Themen. Auch im Öko-Sektor und Sozialbereichen gibt es viele Projektidee, die selbstorganisiert auf den Weg zu bringen wären.  
Und warum letztlich nicht auch einen „Förderfonds“ für kleinere Startups mittels „Coop-ICO“ aufbauen …

Die Anregung der Experten folgend, wird der MMW-Vorstand weitere Hearings zum Thema „Genossenschaften und Finanzierung“ durchführen und in diesem Zusammenhang auch über den Verlauf des „Aequator-Projektes“ informieren.
Der Vorstand des „Aequator-Projektes“ sicherte zu, regelmäßig zu informieren und für spezielle – verbandsoffene - „Hearings“ zur Verfügung zu stehen.

Wir als Verband – so der MMW-Vorstand – können uneingeschränkt alle an Kooperation und Genossenschaften interessierte Menschen auffordern, für 1,00 Euro Mitglied an diesem – erstmaligen und derzeit einmaligen – Projekt zu werden. Was wir jedoch nicht tun wollen ist,  Empfehlungen zu geben, um wieviel jeder Einzelne diesen Euro aufstocken sollte. Wer jedoch wirklich etwas in Sachen Kooperation, Genossenschaft „bewegen“ will, wird sicherlich auch Wege finden, sich von den Gremien der Projektinitiatoren, aus Medien oder von unabhängigen Beratern, Entscheidungshilfe zu holen.

Das Resümeee: Ohne Überzeugung, Sachverstand und Selbstverantwortung kann nicht wirklich eine „Miteinander-Gesellschaft“ entstehen, nach der sich inzwischen – stabil laut Umfragen – mehr als 60% der Menschen unseres Landes förmlich „sehnen“ …  
          
P-07-18




2018-02-19

CoopGo - Migrationsgenossenschaften

Jetzt können Migranten endlich auch  Verantwortung für ihr Herkunftsland übernehmen
DEGP: „One World Coops“ – So werden aus Sozialkosten die neuen Zukunftsinvestitionen  

Dass Migration und Entwicklung stets zwei Seiten der gleichen Münze sind, hat die UN längst erkannt. Die Diskussion, ob sich Migration und Entwicklung bedingen, wird seit Jahren geführt. Bereits in den 70er Jahren wurde über die Folgen von Migration in den Herkunftsländern diskutiert. Das damalige Resümee: Abwandern tun meist die Menschen, die in den Herkunftsländern dringend gebraucht werden. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch auch, dass der Geldtransfer der Migranten in ihre Herkunftsländer auf über 440 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, was dem Dreifachen der offiziellen Entwicklungshilfe entspricht. Und zugleich prognostizieren Wissenschaftler, wie Prof. Sinn, dass die Kosten pro Flüchtling in Deutschland, sich tendenziell auf 450.000 (EU) bewegen könnten.
Angesichts solcher „Widersprüche“, die man eigentlich kaum der Bevölkerung in Deutschland wirklich vermitteln kann, ist die Frage erlaubt, ob mehr „Staatshilfe“ oder eher mehr „Selbsthilfe“ der geeignetere Weg zu einer sinnvollen Lösung sein könnte?
Der Fachausschuss  „CoopGo – One World Coop“ des Deutsch-Europäischen Genossenschaftsverbandes  (DEGP) hatte Migranten, Genossenschaftler, Politiker, Wissenschaftler, Künstler und Journalisten zusammengeführt, um nach (ganzheitlich kooperativen) „Selbstverantwortungslösungen“ zu suchen. Daraus entstand das Konzept „Migrationsgenossenschaften“.     

Zu Beginn der Konferenz erinnerte der DEGP – Vorstand, Gerd K. Schaumann daran, dass bereits das CoopGo-Konzept „Integrationsgenossenschaften“ durchaus erfolgreich – Diskussion und  Perspektive auf mehr „Hilfe zur Selbsthilfe“ seitens der Migranten gelenkt hat.  
„Migrationsgenossenschaften“ sollen nicht das Konzept  „Integrationsgenossenschaften“ überflüssig machen. Ansatz und Adressaten für Migrationsgenossenschaften sind erheblich anders.  Wir haben in Deutschland über 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind fast 22% der gesamten Bevölkerung. Dies ist ein enormes „WirKraft-Potenzial“, das sich quer durch die Gesellschaft zieht. Allein die 58 Abgeordneten im Bundestag (mit Migrationshintergrund) zeigen, welche Kräfte zu bündeln wären, um praxisnahe Selbsthilfe-Aktivitäten zu entwickeln. Migrationsgenossenschaften sollen genau das ermöglichen.

Die Kernpunkte des Konzeptes Migrationsgenossenschaften  - kurz zusammengefasst lauten:

1.   Das Thema „Migrationsgenossenschaften“ wendet sich besonders an alle Menschen mit Migrationshintergrund  in Deutschland.  Ihre Migrationshintergründe mögen wahrscheinlich andere sein, wie die der Migranten, die ab 2015 in Deutschland eintrafen. Dennoch haben sie  nachhaltig eigene Erfahrungen gesammelt, wie es ist, fremd in einem anderen Land zu sein.  Sie kennen Migration aus eigenem Erleben. Es ist für Migranten wichtig, das zu wessen, denn es schafft mehr Perspektive.
2.   Inzwischen sind Migranten in Deutschland – besonders die seit langem in Deutschland wohnen - in viele wichtige Funktionen und Positionen emporgestiegen. In der Zeitschrift  „The Huffington Post“ wird das so zusammengefasst: Sie machen Politik, schießen Tore, stürmen die Charts und holen Nobelpreise. Flüchtlinge und Migranten haben Deutschland schon immer geprägt. Sie haben geholfen unser Land zu dem zu machen, was es heute ist: Ein innovatives, weltoffenes, HighTech-Land, das in Wirtschaft, Kultur, Sport und Wissenschaft global Maßstäbe setzt“.  
3.   Deshalb sind die „etablierten“ Migranten besonders auf- und herausgefordert. Sie können sich – je nach ihren Fähigkeiten - jetzt aktiv für Migration engagieren. Ihre Erfahrungen sind wichtig und Ihre „Ausstrahlung“ und ihr „Einfluss soll helfen, solche Projekte zu initiieren und zeitnah zu realisieren. Wenn die ersten „Migrationsgenossenschaften“ ins Leben gerufen sind, ergeben sich die individuellen Besonderheiten von selbst. Es muss der erste Schritt zeitnah gegangen werden …
4.   Migrationsgenossenschaften sollen helfen, einen dringend notwendigen Einstieg zu einen Perspektivenwechsel in der Migrationspolitik vorzubereiten. Bisher stand die soziale Integration der Migranten im Vordergrund.  Das hatte auch Folgen: Nachvollziehbar, dass dies verstärkt Zweifel in der Bevölkerung aufkommen ließ, weil man nicht erkannte, dass zugleich auch Lösungen entwickelt wurden, die an den Ursachen ansetzen: Den problematischen ökonomischen Entwicklung der Herkunftsländer.
5.   Migrationsgenossenschaften haben stets in Deutschland ihre „Start-Basis“. Sie sind jedoch von Anfang an darauf ausgerichtet, Migranten so zu qualifizieren, dass sie in der Lage sind, in ihren Herkunftsländern ökonomische Impulse auszulösen. Eine der Umsetzungsformen ist z.B. die Gründung von „Töchtern“ oder „Niederlassungen der Migrationsgenossenschaften in den Herkunftsländern    
6.   Migrationsgenossenschaften wenden sich zunächst an „Neu-Migranten“, die bereits in ihren Herkunftsländern selbständig waren oder die sich jetzt in Deutschland  unternehmerisch betätigen wollen. Einseitig Migranten in „abhängige Beschäftigungsfelder“ zu verpflichten, ist auf Dauer nicht unproblematisch. Also nutzt man – freiwillig – optional einen Weg in die kooperative Eigenständigkeit.

„Prominente“ Migranten, sollen das Konzept beflügeln. Politiker wie z.B. Volker Kauder (CDU Fraktions- Vorsitzender), Horst Köhler (Bundespräsident a,D., Fußballprofis wie Neven Subotic, Mehmet Öszil oder Mahmoud Dahoud,  Schlagerstare, wie  Helene Fischer, usw., sie alle könnten große Wirkung erzielen. Man muss sie jedoch nicht nur ansprechen, sondern sie auch für einen sinnvollen Weg begeistern.
Fast 19 Millionen Menschen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund – eine gewaltige „Schubkraft“ für ein „Konzept Migrationsgenossenschaften“ ...

Der vorläufige Arbeitstitel diese Migranten-Selbstverantwortungs-Konzeptes lautet – zielorientiert - „CoopGo - Coop der Migranten“. Damit sind etwa 22% der Gesamtbevölkerung anzusprechen, die nunmehr aufgerufen sind, Verantwortung zu übernehmen, um – in Verbindung mit den Herkunftsländern - eine partnerschaftliche  Entwicklungshilfe zu initiieren.

Nur wenn es gelingt, eine „Give Together –Situation“ bei Migranten zu erzeugen, wird es auch gelingen, die Bevölkerung in Deutschland  zu mehr Akzeptanz in Sachen Integration zu bewegen – so die Feststellung des DEGP Ausschusses. Integrations-  bzw. Migrationspolitik wird dann verbunden mit dem Aspekt „Gesamtverantwortung“.  Den 22% Migranten in Deutschland kann und darf es nicht einerlei sein, wie sich ihre Herkunftsländer entwickeln. Und allen Parteien, Organisationen und Menschen, sollte es nicht einerlei sein, dass die Migration ihren Herkunftsländern wertvolle Ressourcen entziehen, weil meist diejenigen flüchten, die in ihren Ländern dringend benötigt werden, um die Migrationsursachen längerfristig zu beheben.

Migrationsgenossenschaften oder kurz „Migranten Coops“ genannt also sind stets darauf ausgerichtet, perspektivisch in den Herkunftsländern wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen zu schaffen, die zur „Re-Vitalisierung“ dieser Länder führen.  

Das Konzept Migrationsgenossenschaften könnte – beispielhaft – mit einer Bundesstiftung starten.
Das gesamte Konzept des DEGP ist auf 7 Stufe ausgelegt, um auch Gemeinden und Städte direkt einbeziehen zu können.

Solchermaßen „Selbsthilfe-Konzepte“ können nicht hoch genug  eingeschätzt werden, weil sie genau die Signale auslösen, auf die viele Menschen in unserem Land warten: Migranten übernehmen Verantwortung für ihr Herkunftsland.

Es lohnt sich wirklich, jetzt das zu praktizieren, was die UN als „Grenzenlose Verantwortung“ bezeichnete, was Willy Brandt hat schon vor Jahren mit dem den Begriff „Interdependenz“ (wechselseitige Abhängigkeit) angemahnt:  „Gesamtverantwortung“. Unter kooperativen Gesichtspunkten – man das heute  als „One World Coop“ bezeichnen können. Das Prinzip ist einfach und gilt für alle Menschen, gleich in welcher Funktion und Situation sie sich befinden. Es lautet schlichtweg: „Give Together“ – sei dir deiner weltweiten Verantwortung bewusst.
Wer als Land diese Regel ignoriert, zahlt viel Geld für Integrationsmaßnahmen, von deren Funktionieren die Menschen in Deutschland erst noch überzeugt werden müssen. Wer diese Regel jedoch berücksichtigt und zusätzlich möglichst viele „Alt-Migranten“ anspricht, kann Deutschland zu einem „Musterland für migrative Selbstverantwortung und Selbstorganisation“ entwickeln.
Im Jahre 2018 „feiern“ wir „200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen“. Grund genug, um im Geburtsland seine Ideen zur Selbsthilfe, Selbstorganisation und Selbstverantwortung für neuzeitliche Problemlösungen auszuprobieren.        


                 

2018-01-13

CoopGo – Die kooperative Bewegung in Deutschland


Unser Land braucht einen kooperativen Aufbruch

Wenige Zahlen zeigen überzeugend:

·         Deutschland ist ein Land der Kooperationen – man könnte durchaus von „CoopLand“ sprechen

Wer jedoch die Programme der größeren politischen Parteien anschaut, hat den Eindruck, dass diese Situation kaum zur Kenntnis genommen wird. Irgendwie scheint die „Normalität“ darin zu bestehen, dass „Konkurrenz“ die Grundlage ist, wie Menschen und Strukturen in Beziehung treten.

Aber die Zahlen sind „erdrückend“ deutlich „pro Coop“:

·         Mehr als 39 Millionen Menschen sind als Arbeitnehmer in diversen Unternehmensformen beschäftigt.
·         Etwa 36 Millionen Menschen sind – mindestens in einem Verein Mitglied
·         Mehr als 21 Millionen Menschen sind Mitglied einer Genossenschaft
·         Fast 50 Millionen Menschen sind Mitglied in einer der beiden größten Kirchen und größeren – anerkannten Religionsgemeinschaften

Und hinzukommt, dass es derzeit keine wirkliche Orientierung in Richtung einer Veränderung zu mehr Kooperation zu geben scheint. Man gibt sich damit zufrieden, „Schadensbegrenzung“ zu betreiben, von substanzieller Veränderungs-bereitschaft ist wenig zu spüren.

Dabei befinden wir uns mitten in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende, wohl nur wenig von dem bestehen bleiben könnte, was uns heute bekannt ist und auf das Wirtschaft, Politik und alle Bereiche der Gesellschaft seit Jahren ausgerichtet sind.

Die kritischen Stimmen mehren sich, dass ein solcher Wandel für viele Menschen im Lande, (gleichermaßen junge und ältere), für wirtschaftliche Strukturen (besonders den Mittelstand), letztlich für das gesamte gesellschaftliche und politische Umfeld enorme Risiken und hohe Veränderungsbereitschaft erfordern.

Die kritischen Stimmen mehren sich ebenfalls, die sagen, dass die Instrumente von Konkurrenz und Gegeneinander künftig eher Probleme erzeugen werden, als lebenskonforme Lösungen anzubieten.

Immer mehr Wissenschaftler erkennen, dass Kooperation (Miteinander) – quasi auf ganz natürliche Weise, wie die Natur und unser Körper es zeigen – zugleich effizient und effektiv wirkt. Sie erkennen darin das „Potenzial der Zukunft“.

„CoopGo“ oder „Kooperation Jetzt“ oder „Zukunft im Miteinander“, wie immer man es auch bezeichnen mag, es sollte keine Zeit mehr versäumt werden, die „Bilder“ der neuen Gesellschaft entstehen zu lassen.

Dass sozusagen bereits – fast alle Menschen im Lande – kooperative Erfahrungen in kooperativen Strukturen gesammelt haben, ist ein ausgezeichnete Grundlage, zugleich einen kooperativen Umbau ins Auge zu fassen.

Und genau dort setzt CoopGo an:   

·         Unabhängig, überparteilich, quasi wie ein landesweites „Open-Source-Projekt“, das Bewusstsein zu schärfen, gemeinsam die „Bilder“ einer leistungsstarken, humanen, fairen und friedvollen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu entwickeln, deren Denken und Handeln in den Prinzipien von Miteinander und Füreinander verankert, fester Bestandteil sind.

 
Menschen wollen mehr „Miteinander“ statt „Gegeneinander“

Die Meinung der Menschen in unserem Lande geht seit einiger Zeit sehr konsequent in Richtung einer gesellschaftlichen Struktur des „Miteinanders“.
Immer mehr Menschen spüren, dass „Gegeneinander“ (Konkurrenz) nicht mehr stimmig ist. Umfragen – aus unterschiedlichen Bereichen - belegen dies stabil und deutlich.
Menschen wünschen sich eine „Kultur des Miteinanders“ (Kooperation), nicht nur in der Wirtschaft, auch in Politik und allen Bereichen der Gesellschaft.

Die Öffentliche Meinung geht recht konsequent auf Kurs „Kooperation“. Dies heißt jedoch noch längst nicht, dass eine Gesellschaft des Miteinanders bereits zeitnah zu realisieren wäre. Es wird Schritte des Übergangs geben müssen, Zeiträume in denen ein geordneter Wandel ablaufen muss.

Doch es gibt bisher nur wenig „Bilder“ von dem, wie ein solcher Wandel faktisch erfolgen könnte. Zwar entstehen bereits wertvolle Vorbilder in kleineren Nischen, aber der Umbau einer hochtechnisierten, komplexen Wirtschaft ist etwas völlig anderes.

Zeitgleich vollzieht sich – auch in den bisher als Wettbewerb organisierten Bereichen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – ein (zusätzlicher) Wandel, der seines gleichen sucht. Begriffe wie Digitalisierung oder Arbeit 4.0 deuten an, was gemeint ist.

Die Konkurrenzgesellschaft steht vor tiefgreifenden Veränderung und quasi zeitgleich soll bzw. muss ein weiterer – vor allem technisch-technologische determinierter Umbau organisiert werden, sozusagen Umbau von einer Wettbewerbsgesellschaft zu einer Kooperationsgesellschaft auf höchstem technologischen Niveau. …


Das Neue erfordert ungewohnte Antworten 

Intelligente Unternehmer und Wissenschaftler sehen z.B. die Einführung eines Grundeinkommens als unabdingbar an, um sozialen Frieden dauerhaft zu gewährleisten. Parallel dazu wird massiv von Seiten der Politik dieses Thema ignoriert. Sprachlosigkeit und unfruchtbares Gegeneinander verhindern geeignete Lösungswege. Jetzt wäre Diskussion angesagt, um rechtzeitig über die besten Lösungen in Gespräche einzutreten. Eine wahrhaft kooperative Basis zu schaffen, die begehbare Brücken baut, statt unnötig Zeit mit dem Beharren auf „bröckelndem“ Terrain zu verschenken.

Die Situation zeigt beispielhaft, was es bedeutet, vom „Wettbewerbs-Modus“ in den „Kooperations-Modus“ zu wechseln. Das Traditionelle lässt scheinbar wenig Spielraum für zeitnahe Veränderungslösungen, und mögen diese auch noch so ratsam, wichtig und richtig sein.

Und dabei ist das Thema „Grundeinkommen“ – bei aller Bedeutung – nicht das Einzige oder gar am Schwierigsten lösbare Problem.

Das Thema zeigt jedoch sehr gut, wie wichtig jetzt eine Bewegung wäre, die jenseits aller parteipolitischen Positionen, losgelöst von Interessengruppen und einseitig verengtem Lobbyismus, sich grundlegend neuen Themen und Entwicklungen, unbefangen zuwenden könnte. …


CoopGo – Eine wertvolle Bewegung des Wandels

Um den Menschen – die durchaus berechtigten Ängste – vor tiefgreifenden gesellschaftliche Veränderungen zu nehmen, macht es viel Sinn, jetzt aufzuzeigen, dass dieser technisch-technologische Wandel zugleich mittels kooperativer Entwicklungen und Gestaltungen zu synchronisieren ist. Es macht für Menschen ganz offensichtlich einen erheblichen Unterschied, ob Veränderung inmitten eines Systems der Konkurrenz (Gegeneinander) oder eines Systems des Miteinanders (Kooperation) erfolgt.
Um dies zu gewährleisten, ist CoopGo weder eine Partei, noch ein Lobby-Verband, sondern eine Bewegung von Menschen und Institutionen. Was CoopGo von Anfang an eint ist, dass es einer starken, koordinierten, auf breiter Basis aufgestellten Bewegung bedarf, um in die verschiedensten Bereiche von Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik, etc. wirksam hineinzuwirken zu können.
CoopGo soll sozusagen ein Bindeglied für viele – durchaus unterschiedliche Gruppen, einzig der Idee verpflichtet, dass Kooperation die Grundlagen unserer Gesellschaft bilden kann und muss, um wahre Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität, Freiheit und Menschlichkeit in unserem Lande entstehen zu lassen.
Die traditionellen Grundwerte von Genossenschaften und Vereinen, wie z.B. Selbstorganisation, Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen können dafür wichtige – weil erprobte – Eckpfeiler sein.
Die Initiatoren der CoopGo-Bewegung bauen auf jahrelangen Erfahrungen in und mit kooperativen Strukturen auf.
Sie wissen deshalb auch, dass bereits jetzt nach kooperativen Grundlagen organisierte Institutionen und Unternehmen sich weiterentwickeln müssen. Dennoch können z.B. Genossenschaften – besonders international gesehen – durchaus wichtige Grundlagen für einen kooperativen Umbau in unserem Lande liefern. …
 

CoopGo -  Das Bestehende entwickeln und das Neue gestalten   

Genossenschaften könnten und sollten wichtige „Eckpfeiler“ darstellen, um diesen fundamentalen Wandel, der fast alle Bereiche der Gesellschaft erfassen wird, zu gestalten. Aber die etwa 8500 genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind bislang erst bedingt in der Lage, einen wirklich bedeutsamen Beitrag für einen kooperativen Wandel zu organisieren. Selbstkritisch müssen die genossenschaftlichen Verbände eingestehen, dass es z.B. so etwas wie eine mittelständische genossenschaftliche Unternehmensstruktur bisher außerhalb des Dienstleistungssektors kaum gibt. Aber genau solche – vor allem kleinere und mittlere Produktionsunternehmen als Genossenschaften wird es geben müssen, wenn man glaubhaft in Aussicht stellen will, dass Konkurrenz durch Kooperation – Step by Step – ersetzt werden soll und kann. Auch wenn man solche Fragen gern verdrängen würde: Selbst für die heutigen (Konkurrenz-)-Konzerne sollten kooperative Lösungen – längerfristig - nicht außer Acht bleiben.
„Mischlösungen“ könnten in vielen Bereichen der Wirtschaft zumindest interessante „Übergangs-Varianten“ darstellen. Beispiele könnten z.B. sein: Die derzeit Beschäftigten in einer AG oder GmbH könnten sich in einer „Unternehmens-Genossenschaft“ organisieren. Was genau eine solche Genossenschaft für eine Funktion hätte, wäre zu entwickeln und dürfte von Unternehmen zu Unternehmen anders sein. Wie so etwas letztlich zu realisieren wäre, könnte/müsste im Rahmen eines entsprechenden Gesetzes (Kooperationsgesetztes) näher beschrieben werden. Allein um ein solches Gesetz sinnvoll zu gestalten, bedarf es einer Menge Kreativität, Sachverstand und Einsichtsfähigkeit.
Nur wo kommt dieser „Sachverstand“ her, in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte in einem „Spielfeld“ namens Konkurrenz gewirkt und „trainiert“ hat?

Erinnern wir uns, welche Widerstände z.B. zu überwinden waren, um Mitbestimmung und Eigentumsrechte einsichtsvoll zu „harmonisieren“.  Letztlich wurde auch diese Hürde genommen und Mitbestimmung gesetzlich geregelt.

Für Vereine und andere potenzielle Kooperationsstrukturen (Kirchen, etc.) könnte durchaus die Verbindung von kooperativen Strukturen – wie z.B. Genossenschaften - von Interesse sein.  Wenn Vereine (zusätzlich) Genossenschaften gründen, könnten sich völlig neue Potenziale zur Mitgliederwerbung ergeben. So begänne sich ein System „WirKraft“ allmählich wirksam zu entfalten. Oder was spräche dagegen, wenn sich z.B. „Unternehmens-Genossenschaften“ – weitergehend - mit Vereins- bzw. „Kirchen-Genossenschaften“ intelligent vernetzen und daraus planvoll sukzessive eine „Kooperationsstruktur der 2.Stufe“ entstünde?
Viele Möglichkeiten sind bereits bekannt, einige bereits vorteil- und beispielhaft realisiert. So könnte recht zügig ein ganzer „WirKraft-Sektor“ entwickelt werden.  Wo ein Wille ist wird es auch (intelligente) kooperative Lösungen geben. Der Ideen gibt es gewiss viele, nur wären dafür die geeigneten  „WirKraft-Experten“ zu finden?

Das „CoopGo-Signet“ könnte helfen, um Beratergruppen - z.B.  Unternehmensberater, Steuerberater und Rechtanwälte -  zu animieren, sich kooperativ(er) auszurichten. Ein solches Symbol – verbunden mit den entsprechenden „WirKraft-Kompetenzen“ eröffnet neue Handlungsfelder und verspricht neue Kundenpotenziale.

Damit drängt sich – möglicherweise - förmlich ein neues Betätigungsfeld für CoopGo auf: Die Aus- und Weiterbildung für kooperative Strukturen, zumal wenn diese nicht in Form einer Genossenschaft tätig werden, was durchaus möglich sein sollte. Kaum jemand kann annehmen, dass Einrichtungen, wie Industrie- und Handwerkskammern die – per se - geeigneten Partner wären um entsprechende Dienstleistungen für kooperativ aufgestellten Startups oder „Unternehmen am Markt“ anzubieten. Sie mögen das „Konkurrenz-Spiel“ beherrschen, aber Kooperation ist etwas völlig anderes und dafür gibt es bisher kein Personal. Auch  „Head-Hunter“ müssen (noch) „passen“, bekämen sie Aufträge zur Suche von Managern mit kooperativen Kompetenzen. …      

Die Gestaltungs-Formen im Umbauprozess werden vielfältig sein, die Aufgaben beträchtlich. Unverzichtbar – besonders in der „Umbau-Phase“ ist jedoch, dass die Menschen, die innerhalb solcher Organisationen und Strukturen tätig sind. von Anfang an erleben:

·         Seit wir kooperativ denken und handeln haben sich viele für uns wichtige Interessen bzw. Probleme zum Positiven entwickelt.

Um das zu gewährleisten, muss das in Aussicht gestellte kooperative „Chancen-Potenzial“ - hautnah und praxisbezogen - für alle Teilnehmer am kooperativen Umbauprozess sichtbar und erfahrbar werden. Das könnte leicht zu so etwas wie eine „Herkules-Aufgabe“ werden, sofern geeignete Qualifikations-Institutionen und Berater nicht unterstützend verfügbar sind.

Wer meint, dass ein kooperativer Umbauprozess zeitnah und reibungslos zu hantieren wäre, sollte umdenken. Idealismus und Phantasie werden wichtige Hilfe leisten können, aber für eine erfolgreiche Umsetzung ist viel „kooperative Professionalität“ erforderlich. Und um diese herzustellen, bedarf es entsprechender zeitlicher Vorläufe. …

Diese Beispiele sollen und können lediglich andeuten, welche Vielfalt von Aufgaben sich einer „CoopGo-Bewegung“ stellen, wenn sie es ernst meint, einen kooperativen Umbauprozess unseres Landes aktiv und einflussreich zu gestalten.

Fassen wir das zusammen, so könnte man vielleicht sagen:

·         CoopGo muss zunächst Menschen aus allen relevanten gesellschaftlichen  Bereichen zusammenführen, um gemeinsam die Grundlagen (Bilder) entstehen zu lassen, die für einen gesamtgesellschaftlichen, kooperativen Wandel zugleich relevant und für viele Menschen nachvollziehbar sind. Entscheidend für aktives Mitmachen ist immer, dass sich Mehrheiten damit identifizieren können und sich von einer Idee bzw. deren Konzept angesprochen (inspiriert) fühlen.


CoopGo setzt auf (kooperative)Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung haben derzeit in Sachen „kooperativer Wandel“ erst wenig anzubieten, um von dort – zeitnah – wesentliche Impulse  zu bekommen. Wir wollen keineswegs die jahrelange Arbeit der –„genossenschaftlichen Forschungsinstitute“ schmälern, aber um einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess substanziell begleiten zu können, wäre sie sicherlich überfordert, zumal es um wesentlich mehr geht, wie sich „nur“ auf den Genossenschaftssektor zu begrenzen. Aber so waren sind sie aufgestellt und ausgerichtet.
Was es jetzt bedarf ist, „Kooperation“ zu einem integralen Forschungsfeld von fast allen wissenschaftlichen Studienbereichen auszurichten. Nicht nur die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten sind einseitig auf den „Konkurrenz-Modus ausgerichtet.
An fast allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde bisher – zumindest inzident – gelehrt und geforscht, mit einem „Konkurrenz-System“ umzugehen.

Um Habilitationen oder Promotionen zu kooperationswissenschaftlichen Themen zu finden, muss man sich gehörig anstrengen. Die Vermutung ist naheliegend, dass man keine einzige Fakultät in Deutschland finden dürfte, die zumindest kooperative Schwerpunkte in ihre Studienangebote integriert hat oder gar entsprechende Studienabschlüsse anbietet.
Auch hier könnte eine Mitwirkung in der „CoopGo-Bewegung“ Anreiz sein, um im Wettbewerb um die Gunst der Studenten, interessante Vorteile eröffnen. CoopGo wird ein „Forschungs-Institut für Kooperation“ initiieren, das eng mit Hochschulen und Universitäten zusammenarbeiten wird. Professoren und Hochschullehrer, die längst erkannt haben, dass eine „Kooperations- bzw. Miteinander-Gesellschaft“ nicht nur zukunftsfähiger, wie eine „Konkurrenz-Gesellschaft ist“ gibt es durchaus. Was fehlt ist, dass deren Anliegen nunmehr zeitnah zu entsprechenden politische Resonanzen in der Bildungspolitik führt.

Die Zeit, dass Universitäten und Hochschulen, sich bewusst als „Coop-Unis“ ausweisen, wird umso eher eintreten, wie es gelingt, die CoopGo zu einer kraftvollen Bewegung zu entwickeln.


CoopGo soll „Faszination in und für Kooperationen und Genossens-chaften“ erzeugen

Zurück zu den aktuellen Voraussetzungen. Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten ist in Deutschland die Gründung und Entwicklung von Genossenschaften eher „bescheiden“. Länder wie Frankreich, Spanien, Italien , Schweiz, etc. haben nicht nur – in Bezug auf die Einwohnerdichte – wesentlich mehr Genossenschaften, auch deren Neugründungen sich erheblich mehr.
Wir wollen dies am Beispiel der Schweiz verdeutlichen:
Würde man die Dichte (bezogen auf die Einwohnerzahl) von Genossenschaften der Schweiz auf Deutschland übertragen, sollte es eigentlich in Deutschland weit über 90.000 (!) Genossenschaften geben. Es gibt jedoch in Deutschland lediglich ca. 8500 Genossenschaften.
Erinnern wir uns, dass es zu Zeiten der Weimarer Republik in Deutschland bereits über 50.00 Genossenschaften gab, erkennt man unschwer: Deutschland ist weit davon entfernt, als „Vorbild“ zu dienen. 
Wir wollen nicht die dafür ausschlaggebenden Gründe weiter thematisieren, sondern lediglich mutmaßen, dass es derzeit einfach keine Art „Sog-Wirkung“ in Richtung Genossenschaften zu geben scheint.
Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass in Deutschland kein „kooperativer Handlungsbedarf“ oder gar „kooperatives Desinteresse“ bestünde, wäre falsch und fatal. Genau das Gegenteil ist der Fall. Umfragen – besonders bei Startups – zeigen, dass man Kooperation sehr schätzt und gern – auch unternehmerisch - im „Miteinander“ denkt und handelt.
Woran mag es dennoch liegen, dass Genossenschaften so wenig „Sog-Kraft“ entwickeln? Jährlich werden in Deutschland ca. 280.000 Unternehmen, davon etwa 92.000 Kleinunternehmen neu gegründet. Davon werden lediglich 100 Unternehmen in der Rechtsform einer Genossenschaften gegründet.
Sofern es nicht gelingt, die Ursachen für diesen Widerspruch zu thematisieren und abzustellen, scheint sich diese Diskrepanz zwischen „kooperativer Faszination“ und genossenschaftlicher „Verweigerungshaltung“ nicht aufzulösen.      

Das könnten die Verbände anders sehen, denn einige haben sich ganz gut mit den bestehenden Verhältnissen arrangiert. Ohne zu kritisieren, muss man einsehen, dass es bisher (noch) nicht gelungen ist, so etwas wie eine „Faszination in und für Genossenschaften“ auszulösen. Das Jubiläumsjahr „Raiffeisen-200“ könnte – wenn man wirklich wollte - eine ideale Startbasis sein für so etwas wie „Geno-2.0“. Wird das auch von den Initiatoren schon so gesehen und dann – was wichtiger wäre, auch so getan bzw. genutzt?

CoopGo hat dazu eine klare Position:

·         Gemessen an den Entwicklungen in anderen europäischen Staaten, haben wir in Deutschland einen „qualitativen und quantitativen“ Nachholbedarf. Das ist keine Kritik, aber eine Tatsache, die zugleich herausfordert, denn Genossenschaften ohne „Faszination“ sind erst eine relativ leblose „Kooperations-Hülle“, aber erst eine lebendige „Förder-Gemeinschaft“ der Menschen setzt die vermuten „Kooperations-Energien“ frei, die zu den notwendigen „Kooperations-Vorteilen“ führen. 

Eine der wichtigsten Aufgaben von CoopGo wird es demnach sein müssen, diese Situation zu verändern.

CoopGo – und damit verbundene „CoopGo-Signet“ – stehen für einen Weg, der genau diese „Faszinations-Barrieren“ beseitigen soll.


CoopGo – Eine Bewegung zur Förderung der kooperativen Selbstverant-wortung

Da CoopGo – zumindest ist das derzeit nicht beabsichtigt – kein Verband, sondern eine Bewegung sein soll, setzen wir auf „offene Kooperation“ mit den bestehenden Verbänden im Genossenschaftssektor. Durch Überzeugungsarbeit – so die bereits gesammelten Erfahrungen – sind durchaus zahlreiche Verbände bereit, z.B. mögliche Gründungshürden für Genossenschaften zu überprüfen und abzustellen.
CoopGo wird auf seiner Homepage die Verbände veröffentlichen, die sich den Kernelementen des (vorläufigen) „CoopGo-Kodex“ verbunden fühlen. Diese Verbände erkennt man daran, dass sie das „CoopGo-Signet“ – auf Briefbögen, Homepage, etc. – führen.

Es wäre jedoch missverständlich zu meinen, CoopGo würde Mitglieder in Verbänden, die (noch) nicht zur CoopGo-Bewegung gehören, vom Führen des „Coop-Signets“ ausschließen. Das tut CoopGo ganz sicher nicht. Uns geht es nicht um „stimatisieren“, sondern um „faszinieren“. Wer sich nicht für „Faszination in Genossenschaften“ (einsichtsvoll) begeistern lässt, der würde „CoopGo“ eher schaden als nützen. So macht es durchaus Sinn, auch Genossenschaften, die in Verbänden Mitglied sind, die sich (noch) nicht mit den Ideen von CoopGo verbunden fühlen,  gleichwohl das Führen des „CoopGo-Signets“ zu ermöglichen.

Gleichwohl erwartet CoopGo jedoch von jeder Genossenschaft, die sich pro CoopGo offen bekennt, sich auch den „Spielregeln“ – niedergelegt im jeweils aktuellen Coop-Kodex“ – entsprechend zu verhalten. So etwas ist nur dann zu erreichen, wenn das Führen des „Coop-Signets“ auch zurückgenommen werden kann. Wie dies genau funktioniert, wird derzeit erarbeitet.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz:

·         Wer signalisiert, nach den CoopGo-Grundsätzen zu arbeiten. Muss auch gewährleisten, dass dies erfolgt – nach innen und nach außen. Dieser „Vertrauensschutz“ ist unaufhebbar.


CoopGo – Wir fordern ein politisches Kooperations-Signal des Staates

Ein Grund, dass Genossenschaften bisher in Deutschland erst relativ geringe unternehmerische Resonanz gefunden hat, liegt sicherlich auch an der „realpolitischen“ kooperativen „Verweigerungshaltung“ des Staates.
Damit meinen wir z.B. dass es fatal ist anzunehmen, dass sich Kooperation in einem wirtschaftlichen Umfeld angemessen entwickeln könnte, das durchgängig im „Konkurrenz-Modus“ funktioniert. Dies gilt sowohl in Bezug auf das kooperative Verhalten nach innen (Mitarbeiter), den förderwirtschaftlichen Aspekt (Teilhaber), wie auch in Bezug auf das konkrete Marktverhalten.

Die kooperativen „Spielregeln“ konsequent anzuwenden, ist Genossenschaften kaum möglich. Das wird am Thema „Verbraucherschutz“ recht deutlich. Mitglieder in Genossenschaften können – selbstorganisiert – einen wesentlich effektiveren Verbraucherschutz herstellen, als der Staat. Dennoch werden Genossenschaften genauso behandelt, wie andere Rechtsformen. Das mag auf den ersten Blick plausibel sein, ist jedoch auf den zweiten Blick kontraproduktiv und greift – ob bewusst oder unbewusst – in die Autonomie der Selbstorganisation ein.

Wenn Genossenschaften – den staatlichen Regelungen weit überlegene – positive Gestaltungen praktizieren, werden sie dadurch eher „bestraft“, wie belohnt.
So sind z.B. die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Teilhaber-Beschäftigten  durchaus denen von „Nicht-Teilhaber-Beschäftigten“ weit überlegen zu gestalten. Doch dafür gibt es keine staatlichen Anreize.
Ähnlich gilt das für viele Bereiche des Wirtschaftens. Eine Genossenschaft, die den Förderauftrag positiv gestaltet, wird dafür keineswegs „honoriert“, z.B. durch Steueranreize. Ganz allgemein gesehen, bedarf es dringend so etwas  wie einen „kooperativen Nachteilsausgleich“ oder einen „kooperativen Gründungsanreiz“. Ganz allgemein geht es darum, dass der Staat zeigt, dass er „Kooperation“ für besonders förderwürdig beurteilt. Die Anreize könnten z.B. in Form von Steuervorteilen bestehen (analog der Körperschaftssteuer-Vorteile für Wohnungsbaugenossenschaften) oder in Form von Fördermittel gewährt werden. Die besondere Förderung von Energiegenossenschaften, zum Erfolg einer „Energiewende“ war beispielgebend dafür, was möglich ist, sofern man wirklich über politische „Lippenbekenntnisse“ zugunsten von mehr Kooperation in Deutschland hinausgehen wollte.
Was spräche eigentlich gegen eine „Kooperations-Wende“. Bedeutsam genug ist das im Ansehen der Bevölkerung allemal, wie die stabilen Umfragewerte zeigen.  Die derzeitige Situation passt eher in das Bild vom „Karpfen im Haiteich“. Kaum jemand würde hier von einem fairen „Wettbewerb“ reden. …


CoopGo – Das WIR organisiert sich selbst: Ein „Coop-Rat“ und ein Coop-Parlament sind wichtige Etappen zur kooperativen Selbstorganisation

Die Arbeit der diversen CoopGo-Initiativen zu koordinieren, politische Initiativen zu organisieren und den kooperativen Entwicklungsprozess zu kommunizieren ist notwendig und unverzichtbar.

Dazu wäre eine Art parlamentarische (Coop-) Struktur eine durchaus angemessene Idee. Ein parlamentarischer Rat bereitete den Gründungsprozess der Bundesrepublik vor. Ihm gehören „Delegierte“ aus Parteien und Gruppen an. Was spräche dagegen, einen „Kooperations-Rat“ einzuberufen, um ein „Kooperations-Parlament“ entstehen zu lassen. Ein kooperativer Wandel würde zweifelsfrei friktionsfreier verlaufen können, wenn es eine institutionalisierte Arbeitsteilung gäbe und eine Kommunikation zwischen politischem Parlament (Bundestag) und Kooperations-Parlament (oder SelbstorganisationsParlament) geregelt wäre.

Schlussendlich wird man nicht daran vorbeikommen, dem Grundgesetz hinzuzufügen, dass „Kooperation“ wichtiger Teil der Zielbestimmung des Staates wird. …
  
 
CoopGo – Eine Signatur, die eine „Identifikation“ und „Energie“ für einen konzertierten  „kooperativen Wandel“ in Deutschland befördern wird

Um zu gewährleisten, dass CoopGo eine Bewegung bleibt, ein modernes „Open Source-Projekt“ ist, das zum Mitmachen auf- bzw. herausfordert, bedarf es zu es zumindest einiger „Erkennungs-Zeichen“.
Dazu dient zunächst das „CoopGp-Signet“. Jeder Mensch, der sich zu der Idee eines kooperativen Wandels in unserem Lande hingezogen fühlt, sollte das auch deutlich machen können.

Um als kooperative Struktur (Genossenschaft, Verein, etc.) in Erscheinung treten zu können, kann auch das CoopGo-Signet auf Briefbögen, auf Homepages, etc. genutzt werden.

Jetzt geht es darum einen CoopGo-Kodex – verbindlich - für Unternehmen und Organisationen gemeinsam zu entwickeln. Die ersten Entwürfe liegen dafür vor; Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Darin sollen kooperative „Mindest-Standards“ festlegt, die allesamt dazu dienen müssen, das zu erzeugen, was die absolute Mehrheit der Menschen unseres Landes wünscht und fordert:

·         In Deutschland engagierte Menschen und Experten aus allen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik miteinander zu verbinden.

Nur dann kann das möglich werden, was die Menschen mit großen Mehrheiten und zunehmender Beharrlichkeit fordern:

·         Unser Land braucht – über alle durchaus sonstigen Unterschiede hinweg - eine Allianz der Menschen zum Aufbau einer „Miteinander-Gesellschaft“


CoopGo – Gemeinsam für ein „Deutschland des Miteinanders“

Derzeit wird die „CoopGo-Initiative“ von und über die Redaktion www.genossenschaftswelt.de koordiniert. Eine eigene Homepage ist im entstehen (www.coopgo.de ).

Wer Interesse hat, an den Grundlagen des „kooperativen Umbaus“ unseres Landes mitzuwirken, kann sich dort gern registrieren lassen. Beiträge und natürlich eigene Initiativen, die bereits gestartet sind, werden gern veröffentlicht.

Jetzt bedarf es Mut, etwas Zeit und kreativer Ideen!

Aber es lohnt sich, denn das Projekt ist zweifellos wichtig:

·         Ein dramatischer Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hat in Deutschland bereits begonnen.
·         Und es ist der Wille der absoluten Mehrheit der Menschen dieses Landes, dass er zu einem kooperativen Umbau genutzt wird.

CoopGo ist Mitinitiator, dass dies gelingen kann. Machen Sie mit, werden Sie Teil dieser CoopGo-Bewegung!