Cooperation - Ein dynamischer TREND auf ERFOLGS-Kurs!

"SmartCoop" - heißt "intelligent cooperieren". Das bringt sofort die Frage auf: "Gibt es auch Cooperation, die nicht "intelligent" ist. Bewusst auf "Intelligenz" beim Cooperieren zu verzichten, wäre wohl "Un-Sinn". Aber "unbewusst" - so stellen wir oftmals fest - werden wichtige Elemente schlichtweg vergessen. Und: Oft sind es genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidende) WirKraft bezeichnen könnte. Wir nennen dies die "WirKraft-Werke"". Dazu gehören z.B. Vertrauen - TeamGeist -Partizipation - Kommunikation - Zielklarheit - Nachhaltigkeit - SelbstVerantwortung - Faszination ... Man kann dazu durchaus sagen, dass es sich um WERTE handelt, die MENSCHEN lieben ...
Zum Thema SmartCoop und WirKraft-Werke informiert auch die Homepage des MMW Bundesverbandes der Cooperationswirtschaft e.V.

2012-10-24

CoopKom - Die Vielfalt der Stifter (-interessen) berücksichtigen ...

Teil 6

Um eine Vielzahl von „Bürger-Stiftern“ zu aktivieren, die kleinere und kleine Spenden in eine (Energie-) Stiftung auf kommunaler Ebene einbringen, bedarf es eines nachvollziehbaren und begeisterungsfähigen Konzeptes, ergänzt durch Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit im persönlichen Kontakt.



Wie sieht es jedoch mit dem anderen „Stifter-Potenzial“ aus, den „Groß-Spendern“, den Menschen, mit einem entsprechend hohen Einkommen oder von Unternehmen? Vielleicht sogar solche, die an die Höchstgrenzen der steuerlichen Begünstigung heranreichen …
 

Natürlich könnte man annehmen, dass diese Menschen mit einer „kräftigen Großspende“ zu einem „bequemeren“ Start der Stiftung beitragen könnten.
 

Das sieht auf den ersten Blick irgendwie logisch aus. Bei näherem Hinschauen und aus eigenen und den Erfahrungen von Experten – sozusagen auf den zweiten Blick – scheint dies irgendwie nicht so ganz einfach zu funktionieren.

Sicherlich werden solche Menschen bei der Gründung der Stiftung gern behilflich sein, vielleicht sogar mit einer Spende von 20 TEUR oder etwas mehr.
 

Aber würden sie wirklich mehr Geld in die BürgerEnergie-Stiftung einbringen wollen – vielleicht bis an die Höchstgrenzen der Stiftungsförderung heranreichend?
 

Hier scheint es Barrieren für „Groß-Stifter“ zu geben. Stiften „JA“ – aber bitte dann so, dass dieser Stiftungsakt auch in der Öffentlichkeit nachhaltig gewürdigt wird.


Das scheint in einer „Breiten-Stiftung“ – bezogen auf unser Beispiel Solaranlage – nur schwer zu realisieren sein.


Es mag zunächst paradox klingen, ist aber nachvollziehbar:


Sofern viele „Klein-Stifter“ in einer Stiftung vorhanden sind, scheint es für „Groß-Stifter“ kaum Sinn zu machen, in diese Stiftung einen größeren Betrag zu stiften, der dann dazu genommen wird, als „Ersatz“ für aufzunehmende Darlehn zu dienen (wie in unserem Beispiel  dem Kauf der Solaranlage).


Ein wahrscheinlicherer Verlauf:


Der „Groß-Stifter“ beurteilt nachvollziehbar, dass ein unbedingtes „Zustiften“ seines hohen Stiftungsbetrages, um die Solaranlage mit zu finanzieren, dazu führen wird, den von ihm erwünschten „Sponsoring-Effekt“ erheblich zu reduzieren.


Käme er stattdessen her und bestünde darauf, dass sein Beitrag am Erwerb der Solaranlage besonders „effektvoll“ gewürdigt würde, hätte das für die vielen „Klein-Spender“ einen „faden“ Nachgeschmack, denn in Relation zum Gesamtvermögen des „Groß-Stifters“, sind die vielen „Klein-Stifter womöglich sogar einen Schritt weitergegangen, wie der „Groß-Stifter“ (prozentual zum jeweilig verfügbaren Gesamtvermögen).


Gleichwohl würde es viel Sinn für den oder die „Groß-Stifter(in)“ machen, dennoch in diese Stiftung zu stiften. Nur eben nicht zur Anschaffung der Solaranlage, sondern zum weiteren Aufbau des Stiftungsstocks.


Dadurch eröffnet sich für den „Groß-Stifter“ die Möglichkeit, seinen erwünschten individuellen „Sponsoring-Effekt“ zu realisieren. Stiftet er oder sie „Groß-Stifter“ in den bleibenden Kapitalstock der Stiftung könnte er die mit einer „Bedingung“ koppeln, z.B. dass ein konkretes gemeinnütziges Projekt in der Gemeinde mit seinem Namen – wirksam und langfristig „werbewirksam“ verbunden würde. Ein Kinder-Förder-Projekt könnte z.B. seinen Namen tragen ..


Jede Stiftung ist als gut beraten, sich bei der Ansprache eines „Groß-Stifters“ in dessen besondere „Sponsoring-Situation“ gut hinein zu versetzen!


Berücksichtigt der Bürgermeister, Landrat – oder wer immer an der „Spitze“ der direkten oder indirekten „Geldbesorger“ für ein Stiftungsvorhaben in einer Gemeinde oder Region steht – nicht hinreichend die Individualsituation des oder der „Groß-Stifter“, könnte dieser  Personenkreis leicht gänzlich  – für den Aufbau einer Stiftung ausfallen. Und genau das soll ja vermieden werden.


Zustiftungen von Groß-Stiftern in den Kapitalstock einer Stiftung bringen – je nach Vermögensverwaltung - gute Erträge und fördern somit ebenfalls nachhaltig  viele wichtige Projekte der gemeinnützigen Arbeit vor Ort…

2012-10-19

CoopKom - Stiftung und Genossenschaft in einer Kommune

Teil 5 - Stiftung und Genossenschaft


Mit allen diesen vorgenannten „Blockaden“ muss sich unser vorstehendes konkretes „Stiftungs-Energiekonzept“ auseinander setzen.

Wie wir sehen, ist Zeit „Geld“. Unsere – angenommene Solaranlage – könnte pro Jahr tendenziell über 400 TEUR erwirtschaften.  Monate für Monat kann diese Anlage fast 35 TEUR Ertrag erwirtschaften, Tag für Tag etwa 1.100 EUR. Dies Summen zeigen, wie die Faktoren Zeit und Geld sich konkret bedingen. Um schnellstmöglich diese Erträge in das WIN-WIN-KONZEPT einfließen zulassen, muss die Solaranlage zeitnah beschafft werden. Um das realisieren zu können, benötigt die Stiftung  jedoch den Nachweis eines Eigenanteils von 300 TEUR, denn nur dann wird die Bank die übrigen 80% Kredit in Höhe von 1,2 Mio. EUR beisteuern wollen.


Um das Projekt zeitnah realisieren zu können, bedient sich die „Energie-Stiftung“  der Möglichkeiten einer Bürger-Energiegenossenschaft (kooperativ). Wichtiger Zweck einer engen Kooperation in dieser Phase: Ohne Verzug die Solaranlage anschaffen und ans Netz gehen zu lassen.  


Sinnvoll ist, dass die  Stiftung der Eigentümer der Solaranlage wird. Das macht Sinn, weil die Stiftung keine Steuern zahlt. Die Entscheidung der Genossenschaft, (zunächst) die Solaranlage der Stiftung zu ermöglichen,  ist also wichtig und richtig.


Bei den notwendigen Maßnahmen der Stiftung, hinreichend Stiftungsmittel einzuwerben, könnten jedoch Verzögerungen auftreten.


Nicht nur der potenzielle Stifterkreis hat mit  (den vorstehend dargelegten) „Denk-Blockaden“ zu tun.


Auch andere Bürger der Gemeinde könnten mit der Idee der Stiftung ihre „Denk-Probleme“ haben. Diesmal , weil es Menschen gibt, deren finanzielle Möglichkeiten so sind, dass sie keinerlei Steuervorteile beim Stiften realisieren können. Auch eine andere Gruppe könnte „nachdenklich“ werden. Es gibt Menschen, die mangels finanzieller Fähigkeit „stiftungsunfähig“ sind  – selbst wenn sie gern etwas stiften wollten. Zu solchen Menschen könnten Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose oder viele Rentner zu rechnen sein.


Viele dieser Menschen wären jedoch bereit, sich als Mitglied an einer Energiegenossenschaft zu beteiligen. Denn dort „verschenken“ (stiften) sie ihr Geld nicht, sondern legen es sozusagen „an“. Und sie erwarten daraus was nachvollziehbar ist - eine Rendite.

Der „Nachteil“ einer solchen Genossenschaft ist: Dort fallen Steuern im vollen Umfange auf erzielte Gewinne an.

Wir haben bereits vermerkt, dass zu empfehlen wäre, wegen der Steuerfreiheit, die Solaranlage in der Stiftung zu platzieren.


Und wovon „lebt“ die Genossenschaft, was sind also ihre Erträge?


Von den Zinsen aus dem Darlehn an die Stiftung, um den Eigenanteil der Stiftung gegenüber der Bank darstellen zu können.


Das Darlehn von der Genossenschaft rechnet sich für die Stiftung auch dann, wenn  die Darlehnszinsen vielleicht 8% betragen sollten. Diesen Zinssatz wird die Genossenschaft verlangen müssen, denn ihre Mitglieder müssen damit bedient werden. Und außerdem: Von den Gewinn-Ausschüttungen der Genossenschaft müssen die fälligen Steuern noch berücksichtigt werden.


Dennoch sollte die Entscheidung der Stiftung leicht fallen, auch zu einem Zinssatz von 8% ja zu sagen, weil der damit realisierte Vorteil ungleich größer ist.


Das 150 TEUR (50% der Eigenmittel der Stiftung zur Realisierung des Bankkredits) der Genossenschaft an die Stiftung, ergibt einen Zinsaufwand monatlich von ca. 1,0 TEUR. (Zur Erinnerung: Der Ertrag der Stiftung aus der Solaranlage beträgt jedoch pro Monat ca. 35 TEUR. Das Darlehn der Genossenschaft kostet der Stiftung also lediglich einen Bruchteil der Erträge. Auch wenn der Darlehnszins der Genossenschaft 10% betragen würde, könnte dies die Stiftung problemlos verkraften. Denn für die Stiftung ist in der Tat „Zeit=Geld“



In Bezug auf Tilgung und Zinsen können die Situation von Genossenschaft und Bank verglichen werden; beide berechnen für ihr Darlehn Zinsen und beide wollen irgendwann ihr jeweiliges Darlehn getilgt bekommen.


Anders jedoch wie bei der Bank, muss die Genossenschaft sich erst in den Stand versetzen, überhaupt der Stiftung ein Darlehn geben zu können. Sie muss das Geld von Menschen „einwerben“.


Dazu bedarf es – neben anderen Faktoren – des Vertrauens der anzusprechenden Menschen in die Fähigkeit der Genossenschaft, dass diese einerseits die zugesagten Renditen zahlen kann und auch das eingezahlte Geschäftsguthaben irgendwann – ohne Abzug von Verlusten – zurückfließt.


Der bekannteste Weg einer Genossenschaft, um Kapital aufzubauen ist, dass die Mitglieder Geschäftsanteile zeichnen – und in unserem Falle – die Geschäftsguthaben vollständig und zügig einbezahlen, denn nur dann erwirbt die Genossenschaft die Fähigkeit, der Stiftung die gewünschte „Starthilfe“ geben zu können.


Die Genossenschaft könnte auf diesem Wege – unterstellt, dass pro Mitglied 500 EUR (Mindest-) Geschäftsanteile festgelegt wären und jedes Mitglied nicht mehr zeichnet (was eigentlich unwahrscheinlich ist) – mit der Aufnahme von 300 Mitgliedern sich in Stand versetzt haben, der Stiftung das entsprechende Darlehn zur Verfügung zu stellen (wir vereinfachen und lassen die Verwaltungskosten der Genossenschaft außer Acht; diese sollten auch relativ gering zu halten sein, da die Genossenschaft – derzeit – keine weiteren Aktivitäten durchführt).


Die von der Stiftung an die Genossenschaft fließenden Darlehnszinsen sind für die Genossenschaft (zunächst) die einzigen Erträge.


Im Falle einer Gewinn-Ausschüttung an die Mitglieder wären diese zunächst zu versteuern. Insgesamt – je nach Hebesatz für die Gewerbesteuer – könnte mit einer steuerlichen Gesamtbelastung zwischen 45 und 47 % gerechnet werden. Natürlich können die Mitglieder den durch die Genossenschaft abgeführten Anteil (Abschlagsteuer) ganz oder teilweise mittels Einkommenssteuererklärung sich zurückholen oder eine Freistellungsbescheinigung vorlegen, dies alles würde jedoch nichts daran ändern, dass die Gewinne mit nicht unerheblichen Steuern „belastet“ wären. (Wir wollen hier die steuerlichen Fragen nicht vertiefen, sondern lediglich das Prinzip als solches thematisieren)


Unter solchen Umständen wird es wahrscheinlich für die Genossenschaft schwierig, zeitnah genügend Menschen für eine Mitgliedschaft zu „begeistern“. Auch für die Genossenschaft gilt: „Zeit =Geld“.


Die Frage sollte deshalb für die Initiatoren der Genossenschaft jetzt lauten:


·  Was könnte getan werden, um die Attraktivität für die Menschen in der Gemeinde zugunsten einer Mitgliedschaft in der Genossenschaft (mit möglichst hohen Anteilen - mehr als 500 EUR) zeitnah zu steigern?

 
Kaum von der Hand zu weisen, dass die Antwort lauten könnte:

 

·  Warum eigentlich nicht den Mitgliedern der Genossenschaft auch die Möglichkeit einräumen, einen mehr oder weniger großen Teil in ihrer Genossenschaft als Darlehn  „anzulegen“, kombiniert mit Geschäftsanteilen?

 

Die Überlegung, dass solche Zinsen – analog den Zinsen von Banken zu sehen sind -  und damit als Kosten der Genossenschaft zu buchen wären, sind korrekt.

Die Folge bei der Genossenschaft: Weniger Gewinnausweis. Die Folge bei den Mitgliedern: Weniger Gewinnausschüttung.

 
Für die Mitglieder scheint dieser Weg der Bessere zu sein, denn die Kreditzinsen fließen (zunächst unversteuert) den Mitgliedern zu, müssten jedoch von diesen selbst versteuert werden. Aber die Mitglieder würden mindestens die Steuerbelastung der Genossenschaft einsparen!

 
Aber Vorsicht!

 
Jetzt würde sich die Genossenschaft genau wie eine Bank verhalten. Und das ist rechtlich nicht zulässig.

 
Hier muss eine besondere Darlehnsform gewählt werden.

Um rechtlich unangreifbar zu sein, muss neben einer Beteiligung am Gewinn des Unternehmens (sog. Partiarisches Darlehn) auch ein sog. qualifizierter Rangrücktritt „eingebaut“ sein.



Nun könnte man auf die Idee kommen, dass das Genossenschaftsrecht bereits die Möglichkeit einräumt, Geschäftsguthaben zu verzinsen (§21a GenG). Das ist durchaus richtig. Damit wird jedoch nicht der gewünschte Effekt für die Mitglieder erreichbar, die Steuerbelastung (bei Gewinn-Ausschüttung) zu reduzieren, weil diese Verzinsung steuerrechtlich wie Dividende gesehen wird. Die Verzinsung von Geschäftsanteilen geht nicht in die Kosten der Genossenschaft, sondern wird dem Gewinn zuzuschlagen und unterliegt damit der steuerlichen Ausschüttungsbelastung. Es entsteht ein Effekt, der für die Mitglieder der Genossenschaft (zunächst) Nachteile bringt.


Die Kombination von Beteiligung plus Möglichkeit, bei seiner Genossenschaft ein „besonderes Darlehn“ (s.o.) zu zeichnen, optimiert eindeutig das Interesse von vielen Menschen, sich an ihrer Genossenschaft (noch) engagierter zu beteiligen.
 

Da in unserem Beispiel die EnergieGenossenschaft  d e r  Problemlöser für eine schnelle Verwirklichung der Stiftungs-Erträge ist, muss die Genossenschaft schnell ihre Darlehns-Vergabe-Fähigkeit erreichen. Die geschickte Kombination von Geschäftsguthaben und „besonderem Darlehn“, sollte die benötigte „Schubkraft“ dafür erbringen können.

Wir sehen:

Eine Kooperation von Stiftungs-Engagement und Genossenschafts-Engagement schafft beste Voraussetzungen, um nicht nur zeitnah seitens der Stiftung das Projekt zu verwirklichen. Sie könnte auch sogar in manchen Fällen überhaupt erst dazu beitragen, den nicht unerheblichen Kapitaleinsatz zugunsten der Stiftung zu erwirken.

Eine solchermaßen gestaltete Form von Kooperation macht SINN, weil sie synergetisch wirkt.
 

Wir nennen ein solches Kooperationsmodell deshalb auch „intelligente Kooperation“ (SmartCoop). Im kommunalen Bereich ist das in unser Konzept „CoopKom“ integriert.   

( Dieser Beitrag wird fortgesetzt)    

2012-10-10

KOOPERATIONEN wollen VISIONEN



Die Partnerschaft von Stiftung - Genossenschaft – Verein als Motor von Energiewende und kommunaler Entwicklung.
 
Am Anfang steht die MISSION, dann folgt die VISION und der folgen die ZIELE. So beginnen meist die Projekte von „Fundraisern“ und Marketingstrategen. Was im Stiftungs-Marketing längst zum gängigen „Werkzeugkasten“ gehört, scheint im Genossenschaftsbereich noch in den „Kinderschuhen“ zu stecken. Dort gibt es zwar Ziele, nüchtern, rational und plausibel. Aber gibt es auch so etwas wie eine VISION oder gar eine MISSION. Mag sein, dass Solches indirekt Eingang in Businessplänen oder strategischen Planungen von Genos findet. Aber es scheint einfach nicht in die Öffentlichkeit zu dringen. Aber genau das wäre erforderlich, um so etwas wie eine längerfristige Strategische Partnerschaft, sozusagen eine „Kooperative Allianz“ zwischen unterschiedlichen Rechtsformen (Stiftung-Genossenschaft-Verein) zu gestalten. Schließlich eint sie etwas Essenzielles: Sinnvolles gemeinschaftlich zu gestalten …
 
 
Die VISION hatte das VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft (MMW) grob umrissen: Die Vorteile von KOOPERATION für viele Menschen praxisnah erfahrbar zu machen und ein Gespür für Werte wie Vertrauen, TeamGeist, Transparenz und Selbstverantwortung, zu bekommen.
 
Dem Vorschlag der beteiligten Marketingexperten folgend, wählte man dazu die Bereiche Region/Gemeinde/Wohnortnähe aus, weil dort die Wirkungen einer Veränderung für die betroffenen Menschen „hautnah“ und zügig nachvollziehbar und zu spüren sind.
 
Zu Recht drängten die Fachleute auf die Entwicklung dessen, was gemeinhin als „Mission“ bezeichnet und einer Vision voranzustellen wäre. GENOSSENSCHAFT und Mission, das war für die Mitglieder des VerbändeNetzwerkes zunächst doch etwas gewöhnungsbedürftig, beinhaltete solches zugleich viel Selbstbewusstsein, was bisher nicht zu den Stärken des Genossenschaftswesens gehörte. Weil aber die Marketingstrategen drauf bestanden, wurde das anfängliche Zögern überwunden.
 
Die bekannten Leifragen, um von einer Mission zu sprechen, lauteten:    1. Warum tun wir, was wir tun? – 2. Welches sind unsere leitenden Werte?
 
Zum Hearing „MENSCHEN Machen ZUKUNFT selbst“ waren in Berlin Vertreter der Kommunalpolitik, Initiatoren, Vorstände und Entwickler von Energiestiftungen und Energiegenossenschaften, Vertreter von Hochschulen, etc. sowie diverse Fachberater (Rechtsanwälte, Steuerberater …) eingeladen, um zu Grundlagen für eine Kooperations-Partnerschaft von Menschen im kommunalen Bereich, geeignete Vorschläge zu entwickeln. Dabei konzentrierte man sich – zunächst - auf die „geborenen“ Kooperationsformen für Menschen vor Ort: Vereine, Stiftungen und Genossenschaften.
 
Trotz durchaus unterschiedlicher Aufgabenfelder, war unschwer in fast allen Beiträgen des Hearings zu erkennen, dass alle drei Formen der Gedanke eint, „in Gemeinschaft wirkungsvoller Sinnvolles bewegen zu können“.  Die Teilnehmer verständigten  sich vor allem auf die konsensfähigen Schwerpunkte: Lebens- und Wohnqualität, Energie und Umwelt sowie Bildung und Beruf.
 
Der dazu präferierte „Missions-Gedanke“: WIR müssen, WIR wollen und WIR können gemeinschaftlich fast alles selbst beeinflussen und gestalten!
 
Die dazu passenden „visionären Bilder“ wurden von den Teilnehmern fast zwangsläufig entwickelt. Erstaunlich, wie klar aber auch wie emotional bewegt,  viele Teilnehmer sich so äußersten, als sei das Gewollte bereits erfolgreich vollendet.
 
Wie nicht anders zu erwarten, erfahren solche Gemeinschafts-Initiativen meist so etwas wie einen „Realisations-Bruch“. Ein Soziologe mahnte deshalb zu Recht an, dass das Gemeinschaftsgefühl leerlaufe, wenn sich keine plausible Finanzierungs-Perspektive andeute. Diese müsse nicht tatsächlich bereits vorhanden sein, aber es müsse eine nachvollziehbare Umsetzungsfinanzierung mit guten Chancen auf Verwirklichung erkennbar sein.
 
Im letzten Teil der Veranstaltung konzentrierte man sich deshalb besonders auf solche Finanzierungs-Modelle. Einleitend stellte Gerd K. Schaumann (MMW-Vorstand) das Modell SMART-COOP (Intelligente Kooperation) vor und erläuterte deren wesentlichen Motive. „Wir wollen KOOPERATION zu einer echten OPTION zum (vorherrschenden) konkurrierenden Denken in Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln.
 
Der von Prof. Kreibisch (Weltzukunftsrat) ausgemachte Trend zur Kooperation, wird als dynamisch und langfristig beurteilt. Smart-Coop baut auf diesem Trend auf. Aber MMW spricht bewusst von einer Option und nicht von einem Ersatz, weil man Kooperation nicht „verordnen“ kann. Kooperation muss vom Menschen ausgehen, und von diesen bewusst nachvollzogen und gewollt werden. Das Zauberwort heißt „VERTRAUEN“, sozusagen als Fundament allen Kooperierens. Um solches Vertrauen abzurunden, müssen zwangsläufig auch überzeugende Finanzierungswege angeboten werden.
 
Dazu stellte Frank-Peter Evertz vom Vorstand der GenoTrust eG die Konzepte „StiftenPlus“ und „CoopKom“ vor (eine Gemeinschaftsarbeit von MMW und GenoTrust), in denen - mittels Kooperation von Stiftung und Genossenschaft - entsprechende finanzielle Lösungswege vorgestellt wurden. Evertz verwies auch auf den besonderen Aspekt der Integration von „Groß-Stiftern“ hin. In vielen Fällen habe sich deren Mitwirkungsbereitschaft – vor allem in Kommunen - recht förderlich erwiesen, sofern es gelingt, deren Individual-Situation in adäquater Form zu integrieren. Gelingt dies nicht, könnte das für eine positive Stiftungsentwicklung auch durchaus zum Handicap werden.
 
Der Teilbereich VEREIN kam im Kooperations-Hearing zweifellos zu kurz. Dem Vorschlag von Lothar Kühne (Vorstand MMW) folgend, soll dieser Aspekt im Folge-Hearing („Top in Coop“) vorrangig behandelt werden, das Anfang 2013 in Kassel stattfinden soll. Dort soll auch geklärt werden, ob und wohin die „Kooperations-Familie“ erweitert werden kann, z.B. um den Aspekt „Bürger-Initiativen“. Außerdem soll eine Studie in Auftrag gegeben werden („Zukunft Kooperation“), die theoretische Voraussetzungen und praktische Verläufe für erfolgreiche Kooperations-Projekte untersuchen und dokumentieren soll.
 
Viele reden von Kooperation, wählen diese und wollen Gutes. Prof. Bauer spricht von einem „kooperativen Gen“, was jedem Menschen sozusagen innewohnt. Die Natur nutzt Kooperation und arbeitet damit erfolgreich und hocheffizient. Es ist jetzt an der Zeit, eine fundierte Theorie zu präsentieren, um den Menschen in Deutschland noch mehr Mut zum Handeln in Gemeinschaft zu machen, resümierte Schaumann und stellte fest: „Warum sollen wir uns schwer tun mit dem „Finden“ einer geeigneten „Missions-Definition?“ Nennen wir das doch einfach „Mission Kooperation“, denn im Begriff Kooperation sind bereits viele wichtige Werte intendiert, die für immer mehr Menschen zunehmend Bedeutung haben“.      
 
 

Die "Blockaden" zum Stiften berücksichtigen (4)

Teil 4


„Tue Gutes und sprich darüber“ – so werben „Fundraiser“ („Vertriebler“ in Sachen Stiftungsgelder) bei Menschen und Unternehmen für vielfältige Stiftungen in Verbindung mit gemeinnützigen Projekten.

 
Sie rechnen dann mögliche Steuervorteile vor, die - je nach Steuersatz – durchaus nicht unerheblich sein können.

 
So können Privatpersonen und Personengesellschaften bis zu 1Mio. EUR – auf einmal oder auf bis zu 10 Jahre verteilt – steuerfrei in den Kapitalstock einer Stiftung geben.
 

Zusätzlich können Unternehmen und Privatpersonen 20% ihrer Einkünfte steuerfrei pro Jahr spenden (Das kann auch mehr sein bei entsprechend hohem Umsatz und hohen Aufwendungen für Lohn und Gehalt)
 

Steuervorteile – okay, sagen viele Spendenwillige, aber was passiert mit dem Rest?
 

Nun, so ist „Stiften“ eben gedacht:
 

Wer z.B. 1 Mio EUR spendet, zahlt in der Tat dafür keinen Pfennig Steuern. Dafür muss er oder sie sich aber auch von den übrigen 50% „trennen“.

 
Und das ist eine durchaus ernst zu nehmende Situation – wie „Fundraiser“ berichten.

 
Natürlich möchten Menschen und Unternehmen gern spenden, gern „Gutes tun“. Aber weniger gern, wollen sie sich – wie in unserem Beispiel – von dieser 1 Mio. „komplett“ trennen, die in die Stiftung eingeht. Sie geben damit – unumkehrbar – jeglichen Anspruch auf „Rückkehr“ ihres Geldes auf.
 

Das geht beim „Stiften“ nicht anders, könnte man sagen – und resignieren.  Mit einer solchen Haltung würde man jedoch höchstwahrscheinlich auf viele Unternehmen und Menschen verzichten müssen, die dem Prinzip
 

„Steuerersparnis kombiniert mit Schenken“

nicht allzu gern folgen möchten….
 

Wir sagen nicht, dass ein solches Denken richtig oder falsch wäre. Das müssen die Menschen und Unternehmen, die sich mit „Stiften“ befassen, selbst für sich entscheiden.

 
Uns geht es vielmehr um die wichtige Frage:

 
„Wie kann man – zusätzlich - „potenzielle“ (und vor allem mehr) Stifter überzeugen, aktive Stifter zu werden?“

 
Wir haben bei potenziellen und aktiven Stiftern nachgefragt, was geschehen müsste, damit sie überhaupt oder mehr stiften würden. Darauf bekamen die verblüffend einfache und durchaus nachvollziehbare Antwort:
 

„Wenn ich durch Spenden nichts oder zumindest nicht so viel verliere“.

 
Das Thema wird umso drängender, je niedriger der Satz der Steuerersparnis ist. Bei einem Steuersatz von 45% ist der „Vermögensverzicht“ bereits 55% …

2012-10-09

Die KOOPERATION von STIFTUNG und GENOSSENSCHAFT (3)

Teil 3


Wie kann eine Stiftung notwendige Investitionen finanzieren?


Auch wenn – wie hier angenommen - eine Stiftung in einer Kommune z.B. eine Solaranlage erwerben möchte, wird sie die nicht „gestiftet“ bekommen, sie muss sie sehr wahrscheinlich kaufen.

 

Dazu benötigt die Stiftung Geld, wahrscheinlich mindestens 20% Eigenmittel.

 

Um bei unserem Beispiel zu bleiben, benötigt die Stiftung 300 TEUR Eigenmittel, der Rest könnte dann über Bankkredite langfristig finanziert werden.

 

Die – für eine Stiftung naheliegende Sichtweise – wäre, für diesen Betrag Stifter zu finden. Das könnten z.B. 300 Stifter a‘ 1.000 EUR sein oder vielleicht 30 Stifter a‘ 10.000 EUR (oder wie auch immer zusammengesetzt).

 

Nun bedarf wohl einige Zeit und viel Überzeugungskraft, um 300 TEU „einzusammeln“.

 

Die Attraktivität einer „Energie-Stiftung“ in einer Kommune hat der Konzern EON richtig erkannt und dafür eine eigene Stiftung gegründet. Sie soll Gemeinden die Startphase beschleunigen helfen.

 

Der Nachteil für die jeweilige Gemeinde: Sie verpflichtet sich, die (natürlich von oder mit EON-Partnern) gelieferten Anlagen sofort an EON zu verpachten. Die Gemeinde erhält dafür Pachtgebühren, die wohl bei weitem nicht dem entsprechen, was zugunsten von Gemeinden eigentlich erzielt werden könnte … (Konzerne können durchaus rechnen, auch bei Stiftungen)

 

Was dieses Beispiel allerdings sehr schön zeigt: Energie-Konzerne haben die Vorzüge einer Stiftung bereits nachvollzogen …

2012-10-05

Wenn STIFTUNGEN mit GENOSSENSCHAFTEN kooperieren (2)

Teil 2

Innovationen = Ideen + Erfahrung + Professionalität
 
 
Die an der Entwicklung des MMZ Stiftungskonzeptes beteiligten zahlreichen Experten und Kooperationspartner des MMW VerbändeNetzwerkes (Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Stiftungsberater, Wissenschaftler sowie Vorstände und die GenoTrust eG) konnten wir auch für die Entwicklung des „StiftenPlus“ Konzeptes gewinnen.

 

Dieser Expertenstab steht für die Entwicklung und Umsetzung von „StiftenPlus-Konzepten“ beratend und begleitend zur Verfügung.

 

So vereinigen wir – dauerhaft – professionelle Beratungskompetenz mit Praxiskompetenz.

Wir nennen dies den

SmartCoop ExpertenPool.
 
 
Macht grundsätzlich Sinn - die Gründung einer Gemeinnützigen Stiftung



Was zunächst unwahrscheinlich klang, ist inzwischen Wirklichkeit geworden: Gemeinnützige Stiftungen können z.B. Eigentümer von Anlagen zur Energieerzeugung (umweltschonend) sein und in den Genuss der Rendite – steuerfrei – kommen. Dies geschieht über den sog. Zweckbetrieb. Ein Zweckbetrieb dient der Stiftung zum direkten Erreichen ihres Stiftungszweckes. Er ist von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und kann seine Leistungen mit lediglich einem reduzierten Umsatzsteuersatz ausweisen.

 

Die Erträge der Stiftung – abzüglich der Stiftungskosten – müssen jedoch zeitnah in gemeinnützige Projekte fließen, Rücklagen können nur sehr bedingt gebildet werden, weil alles zuvörderst dem wesentlichen Ziel dient, der Gemeinnützigkeit. Und diese Gemeinnützigkeit soll zügig Wirkung zeigen.

 

Aufgrund der nach wie vor attraktiven Förderung (EEG), berechenbar über viele Jahre der Stiftung zufließend, „sprudelt“ der Ertrag in einem solchen Zweckbetrieb recht ordentlich …

 

Nehmen wir dazu ein Beispiel:

 

Eine Solaranlage mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Mio. EUR – z.B. auf den Dächern einer Gemeinde – kann Jahr für Jahr durchaus einen

 

Bruttoertrag von 1/3 der Investitionssumme

 

erbringen, natürlich steuerfrei!

 

Eine solche „Energie-Stiftung“ könnte für Gemeinden – deren Finanzspielraum inzwischen sehr eng geworden ist – von großem Wert sein. Endlich können lang ersehnte (gemeinnützige) Projekte zum Leben erweckt werden, sofern sie im Zusammenhang mit dem Stiftungszweck stehen.

 

Die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung - mit entsprechendem Zweckbetrieb - könnte auch z.B. für (Privat-) Schulen, für Verbände und viele andere Gruppen ebenfalls von großem Interesse sein, denn es gibt vielfältige Aufgaben, die als „gemeinnützig“ einzustufen sind. Hier bedarf es – abhängig von der konkreten Situation – einfach nur etwas Gestaltungsphantasie zum Stiftungszweck…

2012-10-04

Wenn STIFTUNGEN mit GENOSSENSCHAFTEN kooperieren ...

Teil 1

In mehreren Teilen werden wir zum Thema einer intelligenten Kooperation von STIFTUNG und GENOSSENSCHAFT (SmartCoop) berichten. Dies wollen wir an einem praktischen Beispsiel erläutern: Dem Konzept, wie einerseits die Lebens-Qualität einer Gemeinde gesteigert werden kann, zugleich dies zu umweltförderlichen Entscheidungen führen kann und das alles durch bürgerschaftliches Engagement erfolgt ...

Wir haben ein echtes WIN-WIN-Konzept entwickelt ....


"An-Stiften zum kooperativen Handeln ...


KOOPERATION ist das grundlegende PRINZIP nach dem unsere NATUR arbeitet. Selbst unser Körper ist ein beeindruckendes Beispiel für die Leistungsfähigkeit einer guten KOOPERATION.

 

In unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft entdecken immer mehr Menschen die Vorzüge kooperativen Denkens – Entscheidens – Handelns.

 

Es gibt viel „Spielraum“, neue Handlungsfelder dafür zu erschließen. Es gibt jedoch auch reichhaltig Bedarf, bestehende und neue Handlungsstrukturen von Kooperationen zu optimieren.

 

Um auf Dauer oder längerfristig angelegtes kooperatives Handeln noch optimaler zu strukturieren, bieten sich zwei quasi „geborene“ Umsetzungsgebilde förmlich an:

·         Eine Stiftung (gemeinnützig)

·         Eine Genossenschaft (wirtschaftlich)

Beide Strukturen wurden bisher eher als separat und nebeneinander wirkend gesehen. Meist wirkten beide Strukturen auch in unterschiedlichen Handlungsfeldern.

 

Am Beispiel einer Kommune oder Region lässt sich gut verdeutlichen, dass und wie eine Kooperation von Stiftung und Genossenschaft nicht nur Leistungs-Synergien schafft, sondern dass es auch Sinn macht, diese Kooperation (möglichst gleichzeitig) von Anfang gezielt aufeinander bezogen zu gestalten.

Dies wird recht gut deutlich, wenn es darum geht, die Grundlagen für die Erträge zu schaffen: Hier z.B. eine Solaranlage mit einem Investitionsvolumen von z.B. 1,5 Mio. EUR anzuschaffen, die auf die Dächer der Kommune montiert, Jahr für Jahr – je nach örtlichen Gegebenheiten – bis zu 1/3 des Investitionsvolumens als Zusatzeinnahmen erwirtschaften kann, über dessen (gemeinnützige und stiftungszweckbezogene) Verwendung die Stiftung zugunsten einer nachhaltigen  Steigerung von Lebensqualität für die Bürger der Gemeinde entscheiden kann! (Wir verwenden hier zwar vereinfachend den Begriff „Solar“ – gemeint ist aber stets „Photovoltaik“)

 

So entsteht ein echtes WIN-WIN-Konzept:

 

·         In der Gemeinde stehen erhebliche „Extra-Einnahmen“ zur Verfügung, und dies mit dem Stiftungszweck konform geht.

·         Da die Solaranlage im Eigentum der Stiftung steht, bleiben die Erträge aus dem Stromverkauf steuerfrei.

·         Stiftungszuwendungen werden steuerlich berücksichtigt.

·         Wer nicht stiften kann oder will, kann Mitglied in der Genossenschaft werden und wird dafür – je nach Mitwirkung – am Ertrag beteiligt.

·         Die Stiftung erhält von der Genossenschaft ein Darlehn, so dass die Solaranlage die notwendigen Eigenmittel zeitnah aufbringen kann.

·         Da die Erträge der Stiftung ebenfalls zeitnah in gemeinnützige (stiftungszweckkonforme) Projekte der Gemeinde zu investieren sind, kommen diese Mittel – indirekt – zu den Bürgern zurück …

 

Wir wollen nachfolgend die Umsetzung eines solchen Beispiels näher beschreiben. Dabei konzentrieren wir uns auch auf eine recht wichtiges „Handicap“, was jede Stiftung hat: Den „Vermögensverlust“ den jeder Stifter (bisher) akzeptieren muss, denn bei jedem Stiftungsvorgang wird vom Stifter verlangt, das Eigentum am Stiftungsbetrag unumkehrbar vollständig aufzugeben. Der staatlich gewährte Steuervorteil ist durchaus vorteilhaft zu sehen. Aber dennoch bleibt die Tatsache, dass – je nach Steuersatz – für mindestens 50% des Stiftungsbetrages  eine Bereitschaft zum „Verschenken“ bestehen muss.

 

Daraus kann sich eine nicht unerhebliche „Blockade zum Stiften“ ergeben. Hier geht es nicht darum, das zu bewerten. Unser Ansatz ist vielmehr, diesen „Blockade-Mechanismus“ zu neutralisieren. Als Lösungsmodell dafür kann ebenfalls die Genossenschaft dienen.

 

Ein weiteres Thema haben wir aufgegriffen, das zunächst als solches nicht gleich erkennbar ist: Die Situation von sog. Groß-Stiftern (Privatpersonen oder Unternehmen). Unsere Recherchen haben uns zunächst überrascht: Sie haben – meist recht individuelle – Interessen, die sich mit den Interessen der vielen „Klein-Stifter“ nicht zu decken scheinen. Sie verbinden – durchaus nachvollziehbar – mit Stiften das, was man gemeinhin mit „Sponsoring“ bezeichnen würde. Sie denken durchaus „wirtschaftlich“, was bei der Höhe des Vermögenseinsatzes nicht verwundern sollte.


Dennoch können sie für die Stiftung begeistert werden. Wer den „Sponsoring-Gedanken“ ernst nimmt („Was ist der Gegenwert?“…), kommt einer Lösung dafür recht nahe.
 

Für diese Gruppe haben wir das „StiftenPlus-Modell“ mit dem „Sponsoringdenken“ verknüpft, ohne dabei vom Grundkonzept abrücken zu müssen, der Synergiebildung von Stiftung und Genossenschaft.

 (der Beitrag wird fortgesetzt)