Cooperation - Ein dynamischer TREND auf ERFOLGS-Kurs!

"SmartCoop" - heißt "intelligent cooperieren". Das bringt sofort die Frage auf: "Gibt es auch Cooperation, die nicht "intelligent" ist. Bewusst auf "Intelligenz" beim Cooperieren zu verzichten, wäre wohl "Un-Sinn". Aber "unbewusst" - so stellen wir oftmals fest - werden wichtige Elemente schlichtweg vergessen. Und: Oft sind es genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidende) WirKraft bezeichnen könnte. Wir nennen dies die "WirKraft-Werke"". Dazu gehören z.B. Vertrauen - TeamGeist -Partizipation - Kommunikation - Zielklarheit - Nachhaltigkeit - SelbstVerantwortung - Faszination ... Man kann dazu durchaus sagen, dass es sich um WERTE handelt, die MENSCHEN lieben ...
Zum Thema SmartCoop und WirKraft-Werke informiert auch die Homepage des MMW Bundesverbandes der Cooperationswirtschaft e.V.

2012-10-24

CoopKom - Die Vielfalt der Stifter (-interessen) berücksichtigen ...

Teil 6

Um eine Vielzahl von „Bürger-Stiftern“ zu aktivieren, die kleinere und kleine Spenden in eine (Energie-) Stiftung auf kommunaler Ebene einbringen, bedarf es eines nachvollziehbaren und begeisterungsfähigen Konzeptes, ergänzt durch Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit im persönlichen Kontakt.



Wie sieht es jedoch mit dem anderen „Stifter-Potenzial“ aus, den „Groß-Spendern“, den Menschen, mit einem entsprechend hohen Einkommen oder von Unternehmen? Vielleicht sogar solche, die an die Höchstgrenzen der steuerlichen Begünstigung heranreichen …
 

Natürlich könnte man annehmen, dass diese Menschen mit einer „kräftigen Großspende“ zu einem „bequemeren“ Start der Stiftung beitragen könnten.
 

Das sieht auf den ersten Blick irgendwie logisch aus. Bei näherem Hinschauen und aus eigenen und den Erfahrungen von Experten – sozusagen auf den zweiten Blick – scheint dies irgendwie nicht so ganz einfach zu funktionieren.

Sicherlich werden solche Menschen bei der Gründung der Stiftung gern behilflich sein, vielleicht sogar mit einer Spende von 20 TEUR oder etwas mehr.
 

Aber würden sie wirklich mehr Geld in die BürgerEnergie-Stiftung einbringen wollen – vielleicht bis an die Höchstgrenzen der Stiftungsförderung heranreichend?
 

Hier scheint es Barrieren für „Groß-Stifter“ zu geben. Stiften „JA“ – aber bitte dann so, dass dieser Stiftungsakt auch in der Öffentlichkeit nachhaltig gewürdigt wird.


Das scheint in einer „Breiten-Stiftung“ – bezogen auf unser Beispiel Solaranlage – nur schwer zu realisieren sein.


Es mag zunächst paradox klingen, ist aber nachvollziehbar:


Sofern viele „Klein-Stifter“ in einer Stiftung vorhanden sind, scheint es für „Groß-Stifter“ kaum Sinn zu machen, in diese Stiftung einen größeren Betrag zu stiften, der dann dazu genommen wird, als „Ersatz“ für aufzunehmende Darlehn zu dienen (wie in unserem Beispiel  dem Kauf der Solaranlage).


Ein wahrscheinlicherer Verlauf:


Der „Groß-Stifter“ beurteilt nachvollziehbar, dass ein unbedingtes „Zustiften“ seines hohen Stiftungsbetrages, um die Solaranlage mit zu finanzieren, dazu führen wird, den von ihm erwünschten „Sponsoring-Effekt“ erheblich zu reduzieren.


Käme er stattdessen her und bestünde darauf, dass sein Beitrag am Erwerb der Solaranlage besonders „effektvoll“ gewürdigt würde, hätte das für die vielen „Klein-Spender“ einen „faden“ Nachgeschmack, denn in Relation zum Gesamtvermögen des „Groß-Stifters“, sind die vielen „Klein-Stifter womöglich sogar einen Schritt weitergegangen, wie der „Groß-Stifter“ (prozentual zum jeweilig verfügbaren Gesamtvermögen).


Gleichwohl würde es viel Sinn für den oder die „Groß-Stifter(in)“ machen, dennoch in diese Stiftung zu stiften. Nur eben nicht zur Anschaffung der Solaranlage, sondern zum weiteren Aufbau des Stiftungsstocks.


Dadurch eröffnet sich für den „Groß-Stifter“ die Möglichkeit, seinen erwünschten individuellen „Sponsoring-Effekt“ zu realisieren. Stiftet er oder sie „Groß-Stifter“ in den bleibenden Kapitalstock der Stiftung könnte er die mit einer „Bedingung“ koppeln, z.B. dass ein konkretes gemeinnütziges Projekt in der Gemeinde mit seinem Namen – wirksam und langfristig „werbewirksam“ verbunden würde. Ein Kinder-Förder-Projekt könnte z.B. seinen Namen tragen ..


Jede Stiftung ist als gut beraten, sich bei der Ansprache eines „Groß-Stifters“ in dessen besondere „Sponsoring-Situation“ gut hinein zu versetzen!


Berücksichtigt der Bürgermeister, Landrat – oder wer immer an der „Spitze“ der direkten oder indirekten „Geldbesorger“ für ein Stiftungsvorhaben in einer Gemeinde oder Region steht – nicht hinreichend die Individualsituation des oder der „Groß-Stifter“, könnte dieser  Personenkreis leicht gänzlich  – für den Aufbau einer Stiftung ausfallen. Und genau das soll ja vermieden werden.


Zustiftungen von Groß-Stiftern in den Kapitalstock einer Stiftung bringen – je nach Vermögensverwaltung - gute Erträge und fördern somit ebenfalls nachhaltig  viele wichtige Projekte der gemeinnützigen Arbeit vor Ort…